Fantômes trois

Editions Lord Byron

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Fantôme trois, Paris, Éditions Lord Byron, 2022

1re édition
Edition de 200 exemplaires
Couverture rigide, 16,5 x 23,5 cm, 88 pages
Édition française
ISBN : 978-2-491901-28-8

Fantôme trois ist der Katalog, der anlässlich der gleichnamigen Ausstellung herausgegeben wurde, die vom 12. März bis zum 15. Mai 2022 im Maison des Ailleurs, Musée Arthur Rimbaud in Charleville-Mézières (FR) stattfindet. Es enthält eine Einführung von Nathalie Robcis und Lucille Pennel sowie Texte der Kuratoren Sarah Mercadante und Benoît Blanchard. Die Ausstellung umfasst Werke von Bruno Albizzati, Nour Awada, Hannah Archambault, Camille Benarab-Lopez, Benoît Blanchard, Simon Martin, Giorgio Silvestrini, Elmar Trenkwalder und Marine Wallon.

Bruno Albizzati wurde 1988 geboren und starb 2021. Er wird von der Galerie La Forest Divonne, Paris (FR) und Brüssel (BE), vertreten. Das Werk von Bruno Albizzati besteht aus Abdrücken, Spuren, wie Lichtblitze, Blitze am helllichten Tag, deren Zerbrechlichkeit aus der Dicke des gewölbten, zerrissenen, zerkratzten Papiers besteht.

Nour Awada wurde 1985 geboren. Sie lebt und arbeitet zwischen Paris (FR) und Rom (IT). Nour Awadas Werk ist vielschichtig; durch Zeichnung, Skulptur, Video und Performance hinterfragt sie den Platz des weiblichen Körpers in seinen verschiedenen Bedeutungen - Frau-Mutter, Frau-Schwester, Frau-Hexe, Frau-Künstlerin.

Hannah Archambault wurde 1996 geboren. Sie lebt und arbeitet zwischen Paris (FR) und London (UK). Hannah Archambault arbeitet mit Klang in seiner Beziehung zur Poesie des Raums. Bei dieser Forschung geht es um den Willen, einen Ort mit einer emotionalen Aufladung zu bewohnen.

Camille Benarab-Lopez wurde 1989 geboren. Sie lebt und arbeitet in Montreuil (FR). Sie wird von der Galerie Chloé Salgado, Paris (FR), vertreten. Die Künstlerin entwickelt eine Montagepraxis, bei der sie sich von Alltagsgegenständen deren Stützfunktion und Stabilität leiht - Tische, Bildschirme, Regale - um eine Vielzahl von Objekten und Materialien hinzuzufügen, die übertragene Bilder beherbergen.

Benoît Blanchard wurde 1982 geboren. Er lebt und arbeitet in Reims (FR). Die Malerei von Benoît Blanchard überträgt die Erinnerung an eine Überquerung der Wolken im Flug, in Schleier auf das Glas, die Wand eines Wasserraums, einen Spiegel. Der Wolkendunst kondensiert zu einem Schaum, der ausatmet. Tropfen für Tropfen destilliert er auf der Leinwand, in allen Tönen, die Stunden des Tages - und der Nacht.

Simon Martin wurde 1992 geboren. Er lebt und arbeitet in Paris (FR). Er wird von der Galerie Jousse Entreprise, Paris (FR) vertreten. Simon Martins Malerei hat sowohl mit der Erscheinung als auch mit dem Fortbestehen dieser Erscheinung zu tun. Sie ist zugleich Erinnerung und Spur der Erinnerung, Erinnerung, die sich mit sich selbst vermischt: Präsenz der Erinnerung und Evidenz der Erinnerung.

Giorgio Silvestrini wurde 1985 geboren. Er lebt und arbeitet in Paris (FR). Die Bilder von Giorgio Silvestrini sind wie Inszenierungen aufgebaut, in denen die Handlung zum Stillstand gekommen ist. Sie sind von stummen Indizien bevölkert, die von einem inneren Leben beseelt sind, das gleichgültig ist gegenüber der Geschichte, die man sie erzählen lassen will.

Elmar Trenkwalder wurde 1959 geboren. Er lebt und arbeitet in Innsbruck (AT). Er wird von der Galerie Bernard Jordan, Paris (FR) vertreten. In den Skulpturen von Elmar Trenkwalder nehmen Volumen, Zeichen und Wesen das Aussehen an, das ihnen die Hände des Künstlers verleihen. Jedes Werk ist das Ergebnis einer experimentellen Kunstfertigkeit, die mehr vom Körper als vom Geist geleitet wird.

Marine Wallon wurde 1985 geboren. Sie lebt und arbeitet in Montreuil (FR). Sie wird von der Galerie Catherine Issert, St-Paul de Vence (FR) vertreten. In der Malerei von Marine Wallon breitet sich die Geste aus. In ihr stecken Sicherheit, Nonchalance, Zögern und Aufschwünge. Sie bedeckt die Oberfläche der Leinwand, als wolle sie die Welt umfassen, ihr eine Dicke und einen Geruch verleihen, den Geruch der Farbe, der Pigmente und der Bindemittel.

Sarah Mercadante studierte Bildende Kunst an der Universität Paris 8 und Ausstellungswissenschaften und -techniken an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne. Sie ist Kunstkritikerin und Kuratorin von Ausstellungen. Sie hat Ausstellungen im Institut d'art contemporain de Villeurbanne, in der Association Bulb in Pantin oder im Centre Pompidou-Metz produziert. Seit 2015 entwickelt sie gemeinsam mit Benoît Blanchard die Ausstellungsreihe "Fantôme", deren Leitlinie darin besteht, mithilfe der Idee des Phantoms zu zeigen, was bei der Entstehung eines Bildes gespielt wird.

Benoît Blanchard, der an der Universität Paris 8 in Ästhetik promoviert hat, ist Maler und Kurator von Ausstellungen. Seine theoretische Arbeit befasst sich mit Ästhetik, Bildern und Fotografie. Darüber hinaus ist er der Gründer der Online-Zeitschrift œuvres-revue.net. Er hat 2014 bei Editions L'Harmattan Art contemporain, le paradoxe de la photographie und 2015 La Dynamique des Frontières, Biennales d'art contemporain veröffentlicht.